| Einwohner | 892 |
| Fläche | 1360 ha |
| Bevölkerungsdichte | 66 Einw./km\(^2\) |

Das Bundesforschungsprojekt EnAHRgie erarbeitet für den Kreis Ahrweiler bis Oktober 2017 ein Energiekonzept, wie bis 2030 die Stromversorgung vollständig und die Wärmeversorgung möglichst weitgehend auf Erneuerbare Energien umgestellt werden kann. Mit dem Kreis Ahrweiler wird eine Modellregion umfassend betrachtet, die mit starken Landnutzungskonkurrenzen zwischen Maßnahmen der Energiewende und Naturschutzbelangen, Infrastrukturentwicklung, Gewerbeansiedlungen, Wohngebieten, Tourismus und Naherholung konfrontiert ist. Denn Windkraftanlagen, Freiflächen-Photovoltaik-Anlagen, der Anbau von Energiepflanzen – das alles braucht Fläche, die auch in ländlichen Regionen nur begrenzt zur Verfügung steht. Im Projekt EnAHRgie werden innovative Geschäftsmodelle, Verfahrensvorschläge und Analysemethoden als praktische Lösungen für den Kreis Ahrweiler entwickelt, die deutschlandweit übertragen werden können.
Für den Kreis Ahrweiler wurden auf Basis der vorhandenen Potentiale und bekannten Restriktionen vier Szenarien entwickelt, wie die Energieversorgung in der Region in 2030 aussehen kann. Die Szenarien bilden Optionen ab, die jede Kommune hat, stellen aber keinen Umsetzungsplan dar. Jedes Szenario verfolgt jeweils konkrete Ziele, wie zum Beispiel die Reduktion von Treibhausgasen oder die Steigerung der Wertschöpfung in der Region.
Daraus ergibt sich für jedes Szenario ein spezifischer Anlagenpark. Dieser wird im Folgenden für den Stromsektor (gesamt) und den Wärmesektor (nur Privathaushalte) dargestellt.
In der nachfolgenden Tabelle sind die zusätzlich zum Bestand installierten Leistungen der betrachteten Technologien dargestellt, die erforderlich sind, um die Strommengen der einzelnen Szenarien zu erzeugen (vgl. Grafik). Darüber hinaus ist der Ausbaugrad bezogen auf die maximal möglichen Potentiale in Prozent angegeben.
| Maximalpotential | Szenario 0 (Ref) | Szenario 1 | Szenario 2 | Szenario 3 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Anlagenzahl Wind (je 3 MW) | 3 | 0 (0 %) | 3 (100 %) | 0 (0 %) | 1 (33.33 %) |
| Wind [MW] | 9 | 0 (0 %) | 9 (100 %) | 0 (0 %) | 3 (33.33 %) |
| Freiflächen-PV [MW] | 0 | 0 (0 %) | 0 (0 %) | 0 (0 %) | 0 (0 %) |
| Dach-PV [MW] | 3.68 | 0.39 (10.73 %) | 0.08 (2.06 %) | 1.21 (32.9 %) | 1.38 (37.44 %) |
| Biogas [MW] | 0 | 0 (0 %) | 0 (0 %) | 0 (0 %) | 0 (0 %) |
| Wasser [MW] | 0 | 0 (0 %) | 0 (0 %) | 0 (0 %) | 0 (0 %) |
| Deponie-/Klärgas [MW] | 0 | 0 (0 %) | 0 (0 %) | 0 (0 %) | 0 (0 %) |
Der Anlagenpark zur Wärmebereitstellung wurde nicht auf Ortsgemeindeebene bestimmt, sondern nur auf Landkreisebene. Schauen Sie sich hierzu bitte den Steckbrief des Landkreises an.
Die Gestehungskosten des Energiesystems wurden nur auf Landkreisebene berechnet, da das Energiesystem des Landkreises als eine Einheit gesehen wird. Falls Sie wissen möchten, welche Technologien in Ihrer Ortsgemeinde besonders geeignet sind, kontaktieren Sie uns für Grafiken zu den spezifischen Gestehungskosten in Ihrer Ortsgemeinde.
Der Anlagenpark zur Wärmebereitstellung wurde nicht auf Ortsgemeindeebene bestimmt, sondern nur auf Landkreisebene. Schauen Sie sich hierzu bitte den Steckbrief des Landkreises an.
Dr. Markus Voge
IQIB – Institut für qualifizierende Innovationsforschung und -beratung GmbH
53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler
Telefon: +49 (0) 26 41 973-304
Telefax: +49 (0) 26 41 973-320
markus.voge@iqib.de
https://www.enahrgie.de
IQIB – Institut für qualifizierende Innovationsforschung und -beratung GmbH
Kurgartenstraße 1
53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler
Deutschland
Telefon: +49 (0) 26 41 973-300
Telefax: +49 (0) 26 41 973-320
info@iqib.de
https://www.iqib.de
Roman Noetzel und Wigand Fleischer