Dialogik gemeinnützige Gesellschaft für Kommunikations- und Kooperationsforschung mbH

 

 

 

Dialogik ist ein Stuttgarter Institut, das sich wissenschaftlich und praktisch mit Bürgerbeteiligung und mit der Bearbeitung von Konflikten zwischen Politik, Wissenschaft und Bürgerinnen und Bürgern befasst.

Im Projekt EnAHRgie organisiert Dialogik Diskussionen an Runden Tischen im Kreis Ahrweiler. Das Ziel ist, dass Bürgerinnen und Bürger mit ihren unterschiedlichen Interessen mitreden und mitentscheiden können, wenn die Energiewende geplant und umgesetzt wird.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Prof. Dr. Dr. h.c. Ortwin Renn
Dr. Gisela Wachinger
Benjamin Noll
Sabine Fleck
Sarah-Christina Wist

Kontakt

Dr. Gisela Wachinger
Dialogik gemeinnützige Gesellschaft für Kommunikations- und Kooperationsforschung mbH
Lerchenstraße 22
70176 Stuttgart
T: +49 711 810-6404
gisela.wachinger(at)zirius.uni-stuttgart.de

Über die Institution

DIALOGIK erforscht anwendungsorientiert und praxisnah Kommunikations- und Kooperationsformen im Spannungsfeld von Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft. Hierfür setzt DIALOGIK gezielt diskursive Untersuchungsmethoden ein. Das Forschungsunternehmen verfügt über langjährige Expertise in folgenden Themenfelder:

  • Erforschung von Risikowahrnehmung und Risikomanagement
  • Kommunikation und Bürgerbeteiligung, insbesondere im wechselseitigen Austausch zwischen Wissenschaft und Gesellschaft
  • Evaluation von partizipativen Verfahren

Partizipation bedeutet nicht einfach die Beschaffung gesellschaftlicher Akzeptanz für die wissenschaftlich-technische Forschung. Vielmehr erarbeitet DIALOGIK wissenschaftlich fundierte Konzeptionen für Verfahren der zivilgesellschaftlichen Teilhabe an Entscheidungsprozessen. Partizipation bezieht sich auf Entscheidungen über die Relevanz von Forschungsfragen bis hin zur  konkreten Umsetzung von Forschungsergebnissen.

Die Energiewende ist eine sozio-technische Transformation, die alle betrifft, von der Wissenschaft über die Industrie, das Handwerk und die Dienstleister bis zu den privaten Haushalten. Alle sind Energieverbraucher. Deshalb sollten möglichst viele die Veränderung des Energiesystems mitgestalten. Für die partizipative Energiewende konzipiert und organsiert DIALOGIK verständigungsorientierte Kommunikationsprozesse. Sie haben zum Ziel, zwischen den vielfältigen gesellschaftlichen Interessen und Werten zu vermitteln und kollektiv Empfehlungen zu erarbeiten, die in die Beschlüsse der repräsentativen Gremien einfließen. Die hoheitlichen Entscheidungen der repräsentativen demokratischen Institutionen werden über Partizipation legitimiert und umstrittene Schritte der Energiewende werden gesellschaftlich tragfähig. Partizipation ermöglicht Innovation und stärkt Demokratie.

Parallel zur praktischen Partizipation geht es um die wissenschaftliche Beschreibung  und Erklärung einzelner Aspekte der Beteiligungsprozesse:

  • Die Kombinationswirkung praxiserprobter Beteiligungsformate und ihrer Konfliktvermeidungs- und Konfliktlösungspotenziale
  • Die Abstimmung von Moderations- und Kommunikationsmethoden auf den situativen Kontext sprachlicher Verständigungsprozesse
  • Die demokratisch legitimierende Funktion von Partizipationsschritten
  • Die Veränderbarkeit sozialer Identitäten in Innovationsprozessen
  • Die Konsensdefinition und Konsensfindung in interessendivergenten und wertepluralen Gruppen

Aufgaben im EnAHRgie-Projekt

Das DIALOGIK-Team leitet das Arbeitspaket 3 „Partizipations- und Entscheidungsverfahren“. In diesem Arbeitspaket werden die Erfolgsbedingungen für Partizipation und Innovationskommunikation in dem umfassenden sozio-technischen Veränderungsprozess der Energiewende untersucht. Bedingungen erfolgreicher Partizipation sind ein konstitutiver Beitrag zum Innovationskonzept für die Energiewende, das vom Landkreis Ahrweiler auf andere Regionen übertragbar sein soll.